Rein inhaltlich haben das Remake von Slasher-Klassiker MANIAC und der First-Person-Parkour-Shooter HARDCORE HENRY so gar nichts miteinander zu tun. Doch sie teilen sich eine Sichtweise – einen Point of View. Weil man nach über 40 Double Feartures langsam faul wird, reicht das für eine Kombination aber allemal aus.
Die Skepsis war gross, als angekündet wurde, dass William Lustigs Serienmörder-Kultfilm neu verfilmt wird und das auch noch mit Depro-Hobbit Elijah Wood in der Hauptrolle. Immerhin war Horror Connaisseur Alexandre Aja mit am Start und so kam es, dass MANIAC (2012) für viele zur positiven Überraschung wurde. Schaufensterpuppenladenbesitzer Frank führt dabei ein Doppelleben als Frauenmörder, während es für Künstlerin Anna, die mit ihm für eine Ausstellung zusammenarbeitet, immer gefährlicher wird. Harte Kost.
Noch konsequenter und vollständig aus der POV-Perspektive erzählt als MANIAC ist HARDCORE HENRY (2015). Henry wird – körperlich modifiziert, dafür von seiner Erinnerung befreit – von den Toten auferweckt. In einem atemlosen videospielmässigen Marathon muss er seine Frau aus den Fängen eines telekinetischen Warlords befreien. Regisseur Ilya Naishuller hat sich mit irren Musikvideos und seiner Liebe für Point of View-Kamera einen Namen gemacht. Seit seinen Low Budget Anfängen hat er eine steile Karriere hingelegt und durfte sich bei NOBODY (2021) und HEADS OF STATE (2025) mit grösseren Budgets austoben.
12:00 Maniac (2012, E/d), 14:15 Hardcore Henry (2015, E/d)
Samstag, 29.08.2026, 11:00
Cinema Excelsior, Brugg
